Die Gefässe und Formen werden entweder von Hand aufgebaut oder zum Teil mit der Maschine gedreht. ln leicht getrocknetem Zustand werden danach die Gefässe auf ihre Wandstärke mit diversen Abtragehilfen wie Schlinge oder Abdrehschiene gebracht. 

lm nachfolgenden Arbeitsschritt wird die Gefässwandung teilgeglättet und ausgeglichen. 

Anschliessend folgt das Glätten und erste Polieren mit verschiedenen Hilfsgegenständen über Gumminiere bis hin zu Löffeln oder Halbedelsteinen. Diese Tätigkeit kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, je nach gewünschter Intensität des Glanzes auf der polierten Oberfläche. Auch ist der beste Zeitpunkt des letzten Arbeitsdurchganges ausschlaggebend für den Hochglanz nach dem Brennen. Jetzt werden die Stücke gut getrocknet und nach ca. IO bis 14 Tagen im Brennofen auf 960° Celsius gebrannt. 

Nach dem Rohbrand werden nun die Gefässe ganz unterschiedlich weiterverarbeitet. Die Ober­fläche wird z.T. mit Eiseno.xyde.n besprüht, oder mit färbenden Naturmaterialien umwickelt etc.

Danach werden sie im Feld- oder sog. Fassbrand in Sägemehl gebettet und damit überschüttet. Darüber wird Holz geschichtet, welches ca. 1 Stunden bis zu starker Glut gebracht wird. 

 Danach wird das Feuer mit einem Blech erstickt. Darauf frisst sich die Glut über 14 Stunden um die aufgeschichteten Gefässe ihren Weg, um die ganz individuelle Oberflächenstruktur und die mit dem entstehenden Rauch einmaligen Farbspiele auf den Gefässen zu hinterlassen. 

Nach dem Auskühlen des Brandes können die einzigartigen Stücke dem «Inferno» entnommen werden zur Weiterbehandlung mit Bienenwachsauftrag, welcher abschliessend die samtartig glänzende Oberfläche des Stückes hervorhebt.